Ein Trance Reading ist eine mediale Sitzung, in der das Medium in einen vertieften Bewusstseinszustand geht und in diesem Zustand Botschaften für dich empfängt. Es sieht, hört und fühlt mit seinen Hellsinnen und gibt die Eindrücke während der Sitzung oder danach an dich weiter, oft auch als Aufnahme zum Nachhören. Viele Medien beginnen ein Trance Reading mit einem Trance Healing, das als Vorbereitung dient und dich zur Ruhe kommen lässt.
Woher der Begriff kommt
Der Ausdruck „Reading” für eine Lesung in Trance hat eine lange Geschichte. Bekannt wurde er durch den amerikanischen Seher Edgar Cayce, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tausende Fragen in Trance beantwortete und diese Antworten selbst „readings” nannte. Rund 14.000 davon sind bis heute erhalten. Die heutige Trance-Medialität im deutschsprachigen Raum ist vor allem von der englischen Spiritualisten-Tradition geprägt, in der Trance Mediumship und Trance Healing eigene Ausbildungswege haben.
Wie ein Trance Reading wirkt
Im Trance Reading tritt das Medium mit seinen eigenen Gedanken und Vorstellungen zur Seite und nimmt eine beobachtende Haltung ein. Es greift nicht bewusst ein, sondern beschreibt, was sich zeigt: Bilder, Worte, Gefühle, Szenen. Je nach Medium und Anliegen richtet sich der Blick auf deine aktuelle Situation und ihre Blockaden, auf Muster, die viele mit früheren Leben in Verbindung bringen, oder auf Möglichkeiten für deine weitere Entwicklung. Die Botschaften verstehen sich als Hinweise, die deine eigene Wahrnehmung stärken, nicht als Anweisungen.
Wie eine Sitzung abläuft
Am Anfang steht ein kurzes Gespräch. Manche Medien möchten deine Fragen hören, andere arbeiten bewusst ohne Vorinformationen. Danach machst du es dir bequem. Das Medium stimmt sich ein, geht in Trance und beginnt häufig mit einer Phase des Healings. Darauf folgt das eigentliche Reading: Entweder spricht das Medium in Trance, oder es nimmt still wahr und fasst die Eindrücke anschließend für dich zusammen. Zum Schluss kehrt es bewusst zurück, und ihr sprecht über das, was sich gezeigt hat.
Ein Trance Reading ist vor Ort, per Video oder als Fernsitzung möglich. Bei Fernsitzungen erhältst du die Botschaften meist als Sprachnachricht oder schriftlich. Sinnvoll ist es, die Sitzung aufzuzeichnen, denn vieles erschließt sich erst beim Nachhören.
Wann Menschen ein Trance Reading suchen
Menschen kommen mit großen Lebensfragen, in Umbruchphasen oder wenn sie das Gefühl haben, immer wieder an derselben Stelle festzuhängen. Andere interessieren sich für frühere Leben oder möchten erfahren, was sich auf einer tieferen Ebene zeigt, wenn der Alltagsverstand still wird. Manche suchen das Trance Reading auch als Erfahrung an sich.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Ein seriöses Trance-Medium erklärt dir, wie es arbeitet, ob es in leichter oder tiefer Trance arbeitet und ob die Sitzung aufgezeichnet wird. Es spricht offen über seine Ausbildung und seine Grenzen. Es sagt keine feststehende Zukunft voraus, stellt keine Diagnosen und gibt keine Heilversprechen. Botschaften, die dir Angst machen, dich klein machen oder dich an das Medium binden sollen, sind ein Warnzeichen. Ein gutes Reading stärkt deine Eigenverantwortung.
Das Medium sollte die Sitzung jederzeit beenden können, und du ebenso. Bei akuten psychischen Krisen, Psychosen oder schweren psychischen Erkrankungen ist ein Trance Reading nicht geeignet, ebenso wenig bei medizinischen Fragen, die in ärztliche Hände gehören.
Trance Reading in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Mediale Beratung ist im deutschsprachigen Raum nicht als Beruf geregelt. Wer jedoch gesundheitliche Diagnosen stellt oder Krankheiten behandelt, braucht in Deutschland eine Heilpraktikererlaubnis. Ein Trance Reading ist eine spirituelle Begleitung und ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische, rechtliche oder finanzielle Beratung. Ein seriöses Medium sagt das von sich aus.
Abgrenzung zu verwandten Methoden
Das Trance Reading ist eng mit dem Trance Healing verwandt: Beim Healing steht die Energie im Vordergrund, beim Reading kommen Botschaften hinzu. Beim Channeling spricht eine klar benannte Quelle durch das Medium, beim Trance Reading bleibt die Quelle oft unbenannt. Die allgemeine Medialität arbeitet meist im Wachbewusstsein. Bei einer Rückführung gehst du selbst in einen tranceähnlichen Zustand und erlebst die Bilder, beim Trance Reading nimmt das Medium für dich wahr.